Geschraubte Zugführungen – wieso, weshalb, warum?
Geschraubte CNC-gefräste Zughalter sehen chic und edel aus, und man kann sie in verschiedenen Farben eloxieren lassen, um dem Rahmen eine persönliche Note zu verleihen. Über die technischen Aspekte dieser Applikationen haben wir bisher jedoch noch nicht gesprochen. Warum also haben wir uns für diese Lösung entschieden? Egal wo am Rahmen geschweißt wird, der damit verbundene Wärmeeinfluss verändert immer das Metallgefüge und führt zu einer geringfügigen Schwächung des Materials im Vergleich zum Ausgangszustand. Das ist zwar nicht kritisch, eine 7 mm Bohrung mit einem eingezogenen Gewinde ist aber noch weniger kritisch und stellt eine noch geringere
Schwächung des Rohrs dar, als ein aufgeschweißter Zughalter. Der Hauptvorteil ist aber die Modularität dieses Systems. Durch die Vielzahl der Designs austauschbarer Zughalter gewinnt der Rahmen an Kompatibilität, wie die Fotos auf dieser Seite zeigen: Einfachhalter, Doppelhalter oder doppelt gekröpfte Halter. Letztere lassen sich wenden und haben dann je nach Montagerichtung den Leitungsabgang auf 4 oder 8 Uhr. Das sorgt für saubere Bögen und eine optimale Verlegung, wenn man z.B. einen doppelten Rohloff-Schaltzug einseitig am Steuerrohr vorbei führen möchte. Und bei den Helius Modellen verbauen wir seit neustem spezielle Zughalter an der Schwinge, um Kabel so zu führen, dass sie beim Einfedern nur eine minimale Winkeländerung erfahren. Das beugt dem Austreten der Manteldrähte an den Enden der Schaltzughülle vor und sorgt für präzises Schalten ohne Nachjustieren über einen langen Zeitraum. Und der schwarze POM-Protektor auf unseren Kettenstreben ist ebenfalls eine montierte integrierte Zugführung. Er schützt Strebe und Zughülle zugleich und sorgt mit seinem schrägen Ausgang für eine ideale Zuganlenkung des Schaltwerks.